Das Konzept des Universal Design for Learning im Bildungsbereich ist relativ leicht zu verstehen, aber wie sieht es bei der Umsetzung an einer Schule aus, und was kann Text-to-Speech-Technologie zu UDL beitragen? UDL besteht aus einer Anzahl von Prinzipien, die den Rahmen für einen fexiblen Umgang mit den Lernbedürfnissen einzelner Schüler vorgeben. Dies unterscheidet sich von unterstützenden Technologien. Bei diesen geht es speziell um Hilfsmittel und Geräte, mit deren Hilfe Schüler mit kommunikativen Behinderungen komplexe Aufgaben lösen und besser mit anderen interagieren können. UDL bietet allen Schülern Wahlmöglichkeiten: Es erlaubt ihnen, die Hilfsmittel zu wählen, die am besten zu hnen passen, ja sogar ihre Wege zum Lernerfolg individuell zu gestalten. UnterstützendeTechnologien sind zwar hilfreich, beim UDL wird das Modell jedoch insoweit verändert, dass diese Vorteile allen Lernenden zur Verfügung gestellt werden. Diese können somit wählen, welche Hilfsmittel ihnen am besten passen und können ihren Lernfortschritt auf verschiedene Arten individuell anpassen, je nachdem, ob sie gerade einen Aufsatz schreiben oder eine Auf-gabe der Trigonometrie lösen sollen. Beim diferenzierten Lehren präsentiert der Pädagoge die Informationen verschiedenen Schülern im selben Klassenzimmer auf verschiedene Weise. Dies geschieht üblicherweise dadurch, dass die Schüler während des Unterrichts je nach Lernstil, Niveau des Lernfortschritts sowie weiteren Faktoren wie Lernschwächen oder körperlichen Ein-schränkungen in kleinere Gruppen aufgeteilt werden. Der Lehrer entwirft daraufhin auf jede Gruppe zugeschnittene Lerninhalte, Leseaufträge, Projekte, Bewertungsmethoden und Möglichkeiten zur Präsentation von Informationen. Dadurch können die Schüler soziale Erfahrungen in einer großen Klasse von Gleichaltrigen machen, ohne dass dabei die Frustrationen oder Schwierigkeiten auftreten, die häufg eine Begleiterscheinung einer Unterrichtsgestaltung sind, die „für alle passen muss“. Text-to-Speech-Technologie ist ein wichtiger Bestandteil von UDL und diferenziertem Lehren, da es dem Lehrer eine weitere Angebotsmöglichkeit an die Schüler zur Verfügung stellt. Text-to-Speech-Technologie ist beispielsweise ein Hilfsmittel, das zuerst ausschließlich im Sonderschulbereich eingesetzt wurde. Der Nutzen für Schüler mit einer Sehbehinderung oder anderen Einschränkung, die das Lesen erschwert, ist ofensichtlich. Heute jedoch beginnen Verlage und Schulverwaltungsbezirke damit, ihre alltäglichen Lernmittel, von Lehrbüchern bis zu Websites von Schulen, mit Text-to-Speech-Technologie auszustatten. Einige Schüler, die Möglichkeit bekamen, Text-to-Speech-Technologie zu verwenden, obwohl ihre Profle nicht darauf hindeuteten, dass sie dieses Hilfsmittel brauchen, haben entdeckt, dass es ihnen dabei hilft, Informationen zu behalten entweder weil es ihnen die Notwendigkeit zum Lesen komplizierter Texte abnahm, oder weil es den Lernefekt des Lesens verstärkte. Manche Schüler kombinieren beides, indem sie die Text-to-Speech-Technologie parallel zum Lesen einsetzen. Dies wird also bimodales Lernen bezeichnet.   ReadSpeaker bietet die Vorteile seiner Text-to-Speech-Dienste in verschiedenen Bereichen des Bildungswesens an. Zu den Schulen, die ReadSpeaker-Dienste in ihre Online-Programme integriert haben, gehören: Minnesota Infnity, Calgary Catholic, Georgia Virtual School, Gwinnett Online Campus, Anaheim School District, Clark County School District, The Virtual High School, Ccyber und Southern Arkansas University Tech. Führende Anbieter von Lernplattformen wie Desire2Learn und Canvas haben festgestellt, dass die Integration von Text-to-Speech ihren Partnerinstitutionen dabei hilft, den Bedürfnissen aller Lernenden gerecht zu werden, während die einfache Integration einen geschäftlichen Vorteil darstellt. Viele Lernmittelverlage, darunter Cengage Learning, EBSCO Publishing, CICERO Systems, Rosen Publishing und Credo Reference, betrachten die Integration von Text-to-Speech-Technologie mittlerweile als etwas, das die Kunden erwarten. John Knittel, stellvertretender Technikleiter bei Rosen Publishing, erläutert die Gründe dafür, dass sein Unternehmen ReadSpeaker für seine Datenbanken ausgewählt hat.Das Verlagshaus Rosen besteht seit 60 Jahren und bietet Druck und Digitalerzeugnisse für Schulen und öfentliche Bibliotheken an, darunter Online-Daten-banken für die Bereiche Gesundheit, Biowissenschaften, Physik, Informationstechnologie und Finanzen. Als Rosen vor zehn Jahren anfng, digitale Medien zu vertreiben, war Knittel zufolge die Notwendigkeit von Text-to-Speech-Technologie ziemlich ofensichtlich“. Unsere Firma hat ReadSpeaker aus mehreren Gründen ausgewählt“, so Knittel. Die Software war die beste und passte zum Betriebssystem iOS, das auf iPhones und iPads zum Einsatz kommt. Ein weiterer Grund ist, dass die Datenbanken von Rosen sehr dynamisch sind. „Wir erneuern deren Inhalte fortwährend“, fügt Knittel hinzu. Mit ReadSpeaker ist es kein Problem, neue oder aktualisierte Artikel schon bei der Erstellung mit Text-to-Speech-Funktionen zu versehen. Darüber hinaus nimmt es Rosen aufgrund des verwen-deten speziellen und themenspezifschen Wortschatzes „äußerst genau, wenn es um die Aussprache geht“, so Knittel weiter. ReadSpeaker achtet darauf und die Vorlesestimmen sind „hervorra-gend“. ReadSpeaker verfügt gegenüber Tablets mit integrierten Text-to-Speech-Diensten über einen entscheidenden Vorteil, meint Tim Lovelace, Leiter für E-Learning und Publishing für die USA bei ReadSpeaker. Wird auf einem Tablet ein Wort falsch ausgesprochen, hat der Pädagoge keine Möglichkeit, den Fehler zu beheben.Dagegen kann bei ReadSpeaker die Aussprache bei Bedarf geändert werden Allein schon diese Eigenschaft könnte entscheidend sein, da immer mehr Schulen ihre Prüfungen zu den gemeinsamen Bildungsstandards online durchführen. „Die Pädagogen können davon ausgehen, dass jedes einzelne Wort richtig ausgesprochen wird. Nicht alle Text-to-Speech-Dienste arbeiten gleich gut“, fügt Lovelace hinzu.Einfache Anwendung, bessere Technologie Der Dienst kann zudem auf einfache Art und Weise zur Website Ihrer Schule oder zu von Lehrern erstellten Materialien hinzugefügt werden. Wenn Sie durchgängig Templates verwenden, können Sie durch das Hinzufügen eines kurzen Codes automatisch sämtliche Inhalte vorlesen lassen. Kunden wie Cengage Learning und EBSCO beispielsweise fügen ihren Angeboten täglich tausende von Arti-keln hinzu, die sämtlich über Text-to-Speech-Technologie verfügen. ReadSpeaker funktioniert auf allen Browsern und Betriebssystemen, wobei die Benutzer keine spezielle Software oder Programme benötigen. Das Ziel ist, die Implementierung des Dienstes durch die Kunden möglichst einfach zu gestalten und für die Endbenutzer ganz entfallen zu lassen. Scheinbar funktioniert es, denn die Text-to-Speech-Technologie ist die am zweithäufgsten genutzte Funktion in den Datenbanken von Cengage und EBSCO, gleich nach der Erstellung von Karteikarten. Die Methoden zur Erstellung der automatisierten Stimmen haben sich während der letzten Jahre entscheidend verbessert, sodass sich die Stimmen nun viel besser anhören als zuvor. Um so gut wie alle benötigten Laute zu erzeugen, werden menschliche Stimmen bei der Aussprache einer Vielzahl von Phonemen aufgenommen. Diese werden anschließend durch die Software zusammengefügt, um sämtliche benötigten Worte zu bilden. Das Interessante daran ist, dass eine Stimme sich nicht dann bes-ser anhört, wenn sie möglichst perfekt klingt, sondern wenn sie menschlicher klingt“, meint Niclas Bergström, Gründer und Vorstandsvorsitzender von ReadSpeaker. „Wir verfeinern die Stimmen fortwährend, wodurch sich deren Qualität verbessert.“ Walt Tetschner, Herausgeber von Asrnews.com, meint dazu: „Text-to-Speech-Technologie hat in den letzten Jahren große Fortschritte erzielt. Sie wird für Navigationssysteme, zum Vorlesen von E-Mails während des Autofahrens und sogar von Autoren eingesetzt, die ihre Arbeit korrekturlesen. Sich die eigene Arbeit vorlesen zu lassen, ist auch hilfreich beim Editieren.“ Tatsächlich nutzt die Bibliothek des US-Kongresses die Technologie für diesen Zweck. Im Unterschied zu Übersetzungen, die nach dem Wort-für-Wort-Prinzip erfolgen, erstellt die ReadSpeaker-Software ihre Sprach-wiedergabe unter Berücksichtigung des ganzen Satzes. Dies er-möglicht die korrekte Wiedergabe von Flexionen und die richtige Aussprache von Wörtern, die gleich geschrieben werden. Da die Software über das Internet zur Verfügung gestellt wird, können Schulen wie Schüler stets davon ausgehen, die aktuellste Version zur Verfügung zu haben. Die Kosten für den Dienst werden pro Aktivierung berechnet. Für ein kleines Verlagshaus kann eine Aktivierung ein paar wenige Cent kosten, während für ein größeres Verlagshaus jeder Benutzer nur den Bruchteil eines Cent kostet. Die Vorstellung, ihren Schülern Text-to-Speech-Technologie zur Verfügung zu stellen, mag für manche Pädagogen neu sein, jedoch ist der Dienst in einigen der von ihnen genutzten Datenbanken bereits enthalten. Für andere Schulen ist der Dienst bereits in die von ihnen genutz-ten Lernplattformen integriert, beispielsweise in Desire2Learn, Moodle oder Blackboard. „In ein paar Jahren wird Sprachwiedergabe fast schon eine Grundvoraussetzung sein“, fügt Bergström hinzu. [enhancing_learning lang=de]