Warum Engagement der Lernenden das fehlende Glied in der Berufsbildung ist

Die Zahl der Einschreibungen und Abschlüsse in Berufsbildungskursen sinkt. Wie können wir die stark steigende weltweite Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften decken?

Februar 16, 2026 by Caroline Poynton
Woman wearing blue surgical scrubs and cap, tying a white face mask behind her head.

Einleitung: Das Paradox der modernen Berufsbildung

Die technische und berufliche Bildung sollte das schlagende Herz der modernen Arbeitskraft sein, doch viele Programme haben Schwierigkeiten, dieses Herz am Leben zu erhalten. In vielen Ländern kämpfen Berufsbildungseinrichtungen mit niedrigen Einschreibungsraten, hohen Abbrecherquoten und sinkenden Abschlusszahlen. Das geschieht, während die Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften steigt. Das ist die sogenannte Qualifikationslücke.

Laut UNESCO schließt weniger als die Hälfte der eingeschriebenen Berufsbildungsstudierenden ihre Programme in einigen Regionen ab. In OECD-Volkswirtschaften können die Abbrecherquoten 30 % übersteigen

Das Problem liegt nicht in der Relevanz der Berufsbildung, sondern darin, wie sie vermittelt wird. Könnte Technologie helfen, dieses Problem zu überwinden? Und wenn ja, wie?

Praktisch Lernende, passive Unterrichtsstunden

Berufsschüler lernen anders. Sie fühlen sich zur Berufsbildung hingezogen, weil sie mit ihren Händen arbeiten, praktische Probleme lösen und sofortige Ergebnisse sehen möchten. Doch zu oft finden sie textlastige Module, lange theoretische Einheiten und statische Kursmaterialien, die von der Werkstatt oder dem Labor getrennt wirken.

Diese Diskrepanz wirkt sich sowohl auf die Motivation als auch auf die Lernergebnisse aus. Die Forschung zum Engagement in der Bildung zeigt durchweg, dass aktive Teilnahme und multimodale Inhalte das Verständnis und die Behaltensleistung verbessern. Genau darauf wurde die Berufsbildung aufgebaut. Wenn jedoch die digitale Transformation an der beruflichen Ausbildung vorbeigeht, bleiben den Studierenden veraltete Lernerfahrungen, die nicht widerspiegeln, wie sie denken oder arbeiten.

Infolgedessen können sich selbst hoch motivierte Lernende frühzeitig ausklinken. Das liegt nicht daran, dass ihnen die Fähigkeit fehlt. Der Grund ist, dass das Lernformat nicht zu ihrem Lernstil und ihren berufsbezogenen Erwartungen passt.

Die Sprachbarriere: Ein verborgener Faktor bei Abbrecherquoten

Eine weniger sichtbare, aber ebenso wichtige Barriere für das Engagement in der Berufsbildung ist die Sprache. In vielen Ländern zieht die Berufsbildung eine beträchtliche Anzahl internationaler Studierender an, die die Unterrichtssprache möglicherweise nicht vollständig beherrschen.

Dies schafft eine sofortige Lernlücke. Theorielastige schriftliche Materialien werden zur Quelle der Frustration statt der Ermächtigung. Selbst wenn diese Studierenden über die technische Eignung und Motivation verfügen, bestimmen Sprachkenntnisse ihr Tempo und Selbstvertrauen, nicht ihre tatsächliche Fähigkeit.

Dies ist kein kleines Problem, es ist strukturell. In Regionen wie Nordeuropa und Nordamerika sind bis zu 25 % der Berufsbildungs-Lernenden im Ausland geboren (OECD, 2022). Studien zeigen durchweg, dass Lernende mit begrenzten Sprachkenntnissen eher frühzeitig abbrechen.

Dennoch ist es eine Barriere, die sich mit den richtigen Werkzeugen relativ leicht angehen lässt:

  • Vereinfachte, mehrsprachige Ressourcen
  • Visueller und audiobasierter Unterricht
  • Sprachtechnologie (wie Text-to-Speech), die es Studierenden ermöglicht, in der Sprache, die sie am besten verstehen, zuzuhören und zu lernen

Wenn Lernende Informationen auf eine Weise verarbeiten können, die zu ihrem Hintergrund und ihrer kognitiven Komfortzone passt, verbessert sich das Engagement auf natürliche Weise.

Über Werkzeuge hinaus: Ein Wandel der Denkweise

Die Herausforderung für die Berufsbildung besteht nicht nur darin, neue Technologien einzuführen. Es geht darum, das Engagement der Studierenden zu verbessern. Für Berufsschüler kommt Engagement vom Tun, nicht vom Lesen. Es kommt davon, Theorie mit greifbaren Ergebnissen zu verbinden und von Lernumgebungen, die ihre Fähigkeiten und Lernstile respektieren.

Technologie, einschließlich barrierefreier Sprachwerkzeuge wie Text-to-Speech, spielt hier eine wichtige Rolle. Nicht als Wundermittel, sondern als Brücke. Eine Brücke zwischen Lernenden und Inhalten, zwischen Theorie und Praxis, zwischen Inklusion und Motivation und letztendlich zwischen Studierenden und ihrem Traumjob.

Fazit: Engagement als Grundlage für Fähigkeiten

Wenn die Welt mehr qualifizierte Fachkräfte braucht, muss die Berufsbildung in der Lage sein, nicht nur mehr Studierende anzuziehen, sondern sie auch stärker zu engagieren. Engagement kommt nicht von mehr Inhalten. Es kommt von besserer Verbindung zwischen der Art, wie Menschen lernen, und der Art, wie Wissen geteilt wird.

Indem die berufliche Bildung interaktivere, multimodale und barrierefreiere Ansätze einführt, kann sie sich endlich mit den Prinzipien in Einklang bringen, die sie definieren: Lernen durch Tun und Verstehen durch Erleben.

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