Gemeinde Eindhoven
Wie eine der größten Gemeinden der Niederlande als erster Pilotkunde die digitale Inklusion auf die nächste Stufe hebt.
Die Gemeinde Eindhoven, die fünftgrößte Gemeinde der Niederlande, war die erste Organisation des öffentlichen Sektors, die einen mutigen neuen Schritt in der digitalen Kommunikation unternahm.
Als Pilotkunde unseres neuen Produkts ReadSpeaker Avatars untersuchte Eindhoven, wie KI-generierte Avatare dabei helfen können, komplexe kommunale Informationen für eine breite und vielfältige Bevölkerung verständlicher und zugänglicher zu machen.
ReadSpeaker Avatars ist eine neue Lösung, die schriftliche Webinhalte in kurze, klare Videos umwandelt, in denen lebensechte, KI-generierte Avatare sprechen.
Die Videos sind in mehreren Sprachen verfügbar und bieten den Bewohnern eine visuelle, ruhige und zugängliche Möglichkeit, Informationen aufzunehmen. Für viele Menschen funktioniert das besser als lange Texte.
Es ist eine neue Art, Bewohner zu unterstützen – besonders, wenn Themen komplex, formell oder ungewohnt erscheinen.
In Eindhoven, einer Stadt, in der Technologie, Kreativität und Vielfalt zusammenkommen, war dieses Pilotprojekt eine natürliche Wahl.
Die Gemeinde sah Möglichkeiten, die digitale Inklusion voranzutreiben und Einwohner mit unterschiedlichen Sprachniveaus, Hintergründen und digitalen Fähigkeiten zu erreichen.
Mit ReadSpeaker Avatars war Eindhoven die erste Stadt, die erkundete, wie die nächste Generation digitaler öffentlicher Dienstleistungen aussehen könnte.
In dieser Geschichte hören wir Christine Scholts (Senior Policy Advisor für Online-Kommunikation) und Harold Meima (Functional Administrator) von der Gemeinde Eindhoven.
Ein wiederkehrendes Problem: Informationen, die die Bewohner nicht erreichen
Im sozialen Bereich beobachten wir seit Jahren die gleichen Muster.
Themen wie die Meedoenbijdrage (Zuschuss für soziale Teilhabe), WOZ (Immobilienbewertung), RNI-Anträge (Register nichtansässiger Personen), kostenloser Busverkehr und Sozialleistungsprogramme gehörten zu den meistbesuchten Seiten der Website.
Diese Themen sind für viele Bewohner relevant, aber auch komplex. Und genau da ist oft vieles schiefgelaufen.
„Jedes Jahr stellten wir fest, dass bestimmte Fragen sehr häufig gestellt wurden. Die Leute konnten entweder keine Informationen finden oder verstanden sie nicht. Besonders Nicht-Muttersprachler und Menschen mit geringen Lese- und Schreibfähigkeiten stießen auf Probleme. Mit ReadSpeaker sahen wir eine Möglichkeit, komplexe Informationen wirklich verständlich zu machen
Warum Eindhoven sich für ReadSpeaker Avatars entschieden hat
Die Gemeinde arbeitet seit Jahren mit ReadSpeaker zusammen und kennt die Qualität unserer Lösungen für digitale Barrierefreiheit.
Als ReadSpeaker die neue Avatar-Lösung einführte, waren Christine, Harold und ihre Kolleginnen und Kollegen sofort neugierig.
„Wir wissen, dass ReadSpeaker zuverlässige und barrierefreie Lösungen für öffentliche Behörden entwickelt. Das hat uns die Sicherheit gegeben, dass diese Innovation zu dem passt, was wir unseren Einwohnern anbieten möchten“, erklärt Christine.
Harold Meima empfand es genauso:
„Wenn eine Lösung den Einwohnern besser hilft, sollten wir sie nutzen. Dieses Projekt passt perfekt zu den Bedürfnissen unserer Besucher.“
Eindhoven sah die Chance, in den Niederlanden eine Pionierrolle zu übernehmen.
Als innovative Stadt wollte die Gemeinde nicht darauf warten, dass andere es zuerst ausprobieren. Dies war der Moment, um herauszufinden, wie KI-generierte Avatare digitale öffentliche Dienstleistungen erneuern können.
Zehn Seiten, die den Unterschied machen könnten
Das Pilotprojekt konzentrierte sich auf zehn Webseiten, die viele Einwohner als schwer verständlich empfanden.
Die Auswahl erfolgte durch intensive Zusammenarbeit zwischen Kommunikationsberatern, dem Web-Redaktionsteam und der Serviceabteilung. Die ausgewählten Themen hatten alle hohe Besucherzahlen und führten zu wiederkehrenden Fragen.
Durch die Kombination von Wissen aus verschiedenen Abteilungen erstellte Eindhoven eine klare Liste von Seiten, auf denen Avatare die größte Wirkung erzielen könnten.
Das Ziel war klar: nicht nur weniger Fragen, sondern auch den Bewohnern mit klaren, verständlichen und mehrsprachigen Erklärungen zu helfen.
Umsetzung durch starke Zusammenarbeit
Der Pilot mit Eindhoven brachte die üblichen Herausforderungen mit sich, die die Einführung eines völlig neuen Produkts mit sich bringt.
Indem wir diese Punkte gemeinsam angegangen sind, hat uns das Projekt wertvolle Einblicke darin gegeben, wie wir künftige Implementierungen noch schneller und reibungsloser gestalten können.
Die wichtigste Erkenntnis: Wenn die richtigen Menschen gemeinsam am Tisch sitzen, macht das den entscheidenden Unterschied. Immer wenn etwas ins Stocken geriet, fanden alle Beteiligten schnell zusammen, um eine Lösung zu finden.
Harold beschreibt dies als eine wichtige Lektion:
„Wir haben gelernt, dass schnelleres Handeln wirklich funktioniert. Sobald etwas feststeckt, hol einfach alle zusammen, und du kannst sofort weitermachen.“
Die Zusammenarbeit zwischen der Gemeinde, ReadSpeaker und XS2Content war für Christine ebenfalls etwas Besonderes:
„Der Pilot fühlte sich wirklich wie eine gemeinsame Entwicklung an. Man merkt, dass alle stolz darauf sind, was wir zusammen schaffen.
Die Ergebnisse waren besser, als irgendjemand vorhergesagt hatte
Nach dem Go-Live begann der überraschendste Teil des Projekts.
Während einige vorsichtig auf eine Nutzung von ein paar Prozent gehofft hatten, klickten rund 13 Prozent der Besucher auf die Videos.
„Ich hätte nie erwartet, dass 10 bis 15 Prozent der Besucher die Avatare nutzen würden. Das liegt wirklich über den Erwartungen.“
Harold Meima, Functional Administrator, Gemeinde Eindhoven
Dies bestätigte, was die Gemeinde vermutet, aber nie hatte messen können:
Viele Einwohner benötigen Erklärungen, die über reinen Text hinausgehen.Visuelle Elemente, Sprache und Fokus machen kommunale Informationen zugänglicher denn je.
Digitale Inklusion als Leitprinzip
Für Christine geht der Wert von Avataren weit über reine Innovation hinaus.
„Digitale Inklusion ist ein wichtiges Prinzip für uns. Die Avatare machen unsere Informationen nicht nur zugänglicher, sondern auch für eine breitere Gruppe von Bewohnern ansprechender.“
Christine Scholts, Senior Policy Advisor für Online-Kommunikation, Gemeinde Eindhoven
Die Lösung hilft nicht nur Bewohnern, die Schwierigkeiten beim Lesen haben.
Es unterstützt außerdem neue Einwohner von Eindhoven, internationale Mitarbeitende, ukrainische Geflüchtete und andere Menschen, die Informationen lieber visuell als in Textform erhalten.
Denken Sie zum Beispiel an die jüngere, technikaffine Generation. Sie macht digitale öffentliche Dienstleistungen nutzerfreundlicher und leichter verständlich.
Und genau darauf arbeitet Eindhoven hin.
Nächste Schritte: Von Anwohnern lernen
In der kommenden Zeit möchte die Gemeinde weitere Erkenntnisse sammeln.
Welche Sprachen werden am häufigsten verwendet? Helfen die Avatare den Bewohnern wirklich, die Informationen besser zu verstehen? Welche Elemente können weiter verbessert werden?
Harold sieht viele Chancen:
„Feedback von echten Nutzern ist entscheidend. Wir können es nutzen, um die Entwicklung fortzusetzen.
Die Gemeinde Eindhoven hat mit der Website begonnen und untersucht nun, wie Avatare auch in anderen Kanälen eingesetzt werden können.
Die Avatare können auch als eigenständige Videos eingesetzt werden – zum Beispiel in E-Mails, WhatsApp, SMS, Bildschirmen im Rathaus, in sozialen Medien und mehr.
Eindhoven traut sich voranzugehen. Das macht den Unterschied.
Das ReadSpeaker Avatars-Pilotprojekt hat gezeigt, dass Eindhoven keine Angst davor hat, an vorderster Front zu stehen und neue Technologien mit realer gesellschaftlicher Wirkung einzusetzen.
„Es macht mich stolz auf das, was wir als Gemeinde erreichen. Dieses Pilotprojekt zeigt, dass Eindhoven den Mut hat zu innovieren.“
Christine Scholts, Senior Policy Advisor für Online-Kommunikation, Stadt Eindhoven
Mit diesem Pilotprojekt zeigt Eindhoven, wie moderne, inklusive und benutzerfreundliche digitale öffentliche Dienstleistungen aussehen können.
Nicht nur für heute, sondern für die kommenden Jahre.